Das Kopftuch ging um die Welt. Seit Bundesrätin Micheline Calmy-Rey samt islamischem Accessoire mit dem iranischen Präsidenten Machmud Achmadinedschad zum Fototermin antrat, ist die Schweiz international in die Schlagzeilen geraten. Während man im Westen vorwiegend mit Unverständnis auf den Besuch (und den dabei getätigten Gas-Deal) reagiert, schlachtet ihn Teheran genüsslich aus. Das Sprachrohr des Revolutionsführers, die einflussreiche Zeitung Kayhan, vermeldete das Ereignis auf der Titelseite. Über dem Bild der verschleierten Bundesrätin setzte die Zeitung die Schlagzeile: «Die USA haben keine andere Wahl, als dem Iran ihre Hand zu reichen.»
Es ging dem Iran um weit mehr als d ...