Prinzipienreiter kann ich auf den Tod nicht ausstehen, was den Wein angeht, also auch nicht mich selbst. Und überhaupt: Barrique ja oder nein, Alte oder Neue Welt, Bordeaux oder Burgund oder Rhone, was weiss ich: Wer hätte nicht seine Vorlieben, schon so im Groben? Wäre so etwas wie ein globaler Einheitsgeschmack nicht tatsächlich die orwellsche Schreckensvision? Pflegen wir unsere Macken. Und ersetzen wir sie gelegentlich durch neue. Das Leben ist zu kurz, um sich in immergleichen Vorurteilen einzugraben.
Etwa in dem, dass mich Weine aus Australien nichts angehen. Nicht etwa, schändlicherweise, aus Gründen der Ökobilanz, sondern weil sie mir, von ein paar Ikonen abgesehen, zu fett si ...