Das Problem des Krimischaffens in der Schweiz sind nicht die Alten, sondern die Jungen. Weit und breit ist keine aufstrebende Schreib-Kraft in Sicht, welche die Nachfolge eines Peter Zeindler antreten könnte oder diejenige von Werner Schmidli und Sam Jaun. Die drei Doyens helvetischer Spannungsliteratur sind aussergewöhnlich versierte Atmosphäriker; davon zeugt im Falle Sam Jauns auch dessen neuer Roman. Den Helden Peter Keller, einen Bieler Ermittler mit Flair für die Malerei, schätzt der Leser aus früheren Büchern. Nun trifft man ihn in Deutschlands Hauptstadt Berlin wieder, wo er den Tod seines Patenkindes untersucht, einer lebenslustigen Jungschauspielerin, welche sich dort vor di ...