Ernest Hemingway:
Der Garten Eden. Rowohlt TB. 320 S., Fr. 18.90
Bei Hemingways Selbstmord 1961 lagerten in seinem Banktresor mehr als 2000 Seiten unveröffentlichter Texte, und das war für seinen Verlag Scribner’s Sons nicht etwa ein Anlass für eine historisch-kritische Herausgabe dieses Nachlasses, sondern ausschliesslich das Versprechen auf Dollars.
Es ist haarsträubend, wie mit diesen Texten umgegangen wurde. Die damals schon alkoholkranke Hemingway-Witwe Mary schrieb die Texte seiner Pariser Erinnerungen ohne Kennzeichnung ihrer Eingriffe um, das Kompendium «Inseln im Strom» wurde vom Lektor gekürzt und neu zusammengestellt. Aber nirgendwo war die Verfälschung so schli ...