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Die Weltwoche

Herbert Killian und Jurij Kontorschtschikow
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Am Anfang

Herbert Killian und Jurij Kontorschtschikow

Ein junger Mann aus Österreich gibt einem russischen Kind eine Ohrfeige und muss deswegen drei Jahre in Stalins Gulag. Die Begegnung ist für den einen belanglos, für den andern tragisch. 52 Jahre nach dem Vorfall sehen sie sich wieder – und werden Freunde.
Korneuburg bei Wien, 1947. Jurij Dmitrijewitsch Kontorschtschikow, Sohn eines Majors der sowjetischen Besatzungstruppen, treibt in seinem Viertel allerhand Unfug. Einmal schiesst der Neunjährige einem jüngeren Knaben mit einer Schleuder einen Stein an die Stirn, was eine böse Beule ergibt. Am 8. Juni, einem strahlenden Tag, spielt Jurij vor der Mietskaserne, in der er und seine Familie untergebracht sind, mit Freunden Fussball. Sie lärmen, sie raufen. Da stürmt in der Wohnung seiner Eltern Herbert Killian ans Fenster: «Ihr Lausbuben verschwindet!» Herbert steht unter Druck. Eben nach gefahrvoller Flucht aus der US-Kriegsgefangenschaft heimgekehrt, bereitet sich der 19-jährige Öste ...
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