Im Jahre 1992 erschien «The End of His- tory and the Last Man» (deutsche Ausgabe: «Das Ende der Geschichte») des Amerikaners Francis Fukuyama. Der damals 40-jährige Politikprofessor vertrat die These, dass mit dem Kollaps des totalitären Sowjetimperiums und dem Sieg der liberalen westlichen Demokratien das Zeitalter der ideologischen, kulturellen, sozialen und realen Kriege abgeschlossen, das heisst das Ende der Geschichte erreicht sei. Die Menschheit habe ihre Lehren gezo-gen, die Posthistorie bestehe aus vernünftigem Handeln und wachsendem Wohlstand. Zumindest für Fukuyama erfüllte sich die Prognose: Das Buch machte ihn weltberühmt und wohlhabend.
Ansonsten wurde es jeden Tag v ...