Was ist das für eine Sprache, in der das zarteste, schwereloseste Wesen, die italienische farfalla, der französische papillon, Schmetterling heisst? Was schmettert am Schmetterling? Wie kommt das Deutsche darauf, einem Falter, der geradezu die Chiffre des gefährdeten Schönen, also des Poetischen ist, dieses Pickelhaubenwort anzuhängen? Mag sich ein durch die anhaltende Rechtschreibreformdiskussion (um den Vorgang so scheusslich zu nennen, wie er ist) aus aller Selbstverständlichkeit geworfener Sprachsinnsucher fragen. Also greift er zum Duden, nicht zum Band «Rechtschreibung» in alter oder neuer Auflage, sondern zum Volumen 7, dem Herkunftswörterbuch, und erfährt dort, dass das Su ...