Herren in Limettengrün
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Herren in Limettengrün

Herren in Limettengrün

Männer, vor allem ältere Herren, verkleiden sich nur an der Fasnacht und auf dem Golfplatz.

Der amerikanische Schauspieler Samuel L. Jackson, der durch den Film «Pulp Fiction» berühmt wurde, hat zum Thema der männlichen Golfmode einen treffenden Satz gesagt. Er sagte: «Limettengrüne Hosen und Schuhe aus Krokoleder – der Golfplatz ist der einzige Ort, wo ich wie ein Zuhälter rumlaufen kann, ohne weiter aufzufallen.»

2020 Getty Images
Fröhlich und farbig, so wie die Seele: John Daly, Phoenix Country Club, Arizona, 2020.
2020 Getty Images

Darf ein seriöser Mann also in knallgrünen Hosen auf dem Golfplatz rumlaufen? Die Antwort ist schnell gegeben: Aber sicher.

Der Golfplatz und die Fasnacht sind die zwei einzigen Gelegenheiten, wo Männer sich verkleiden. Golf und Fasnacht haben gemeinsam, dass sie Gegenentwürfe zum Alltag sind. Das Büro ist weit weg.

 

Trend zur Buntheit

Dazu gehören Kostüme. Beim Golf wie an der Fasnacht signalisiert der äussere Auftritt die innere Gemütslage. Das Outfit ist fröhlich und farbig, so wie die Seele. Versuchen Sie mal, sich in einer dunkelbraunen Hose und einem dunkelgrauen Hemd bestens zu amüsieren. Mit diesem traurigen Kostüm wird das schwierig.

Der Trend zur Buntheit auf dem Golfplatz ist eher neu. Erst gegen Ende der fünfziger Jahre kamen bei den Männern die Poloshirts auf, welche die vorher üblichen Hemden mit Krawatte ersetzten. Profispieler wie Seve Ballesteros, Johnny Miller und Jesper Parnevik waren dann die Trendsetter, die bei Turnieren plötzlich in Knallrot und in Veilchenblau auftraten.

In der Farbenpsychologie auf dem Platz gibt es zwei Elemente, die sich immer wiederholen:

Erstens: Buntfarbige Mitspieler sind fast immer anregende Gesprächspartner. Mit ihnen dreht es sich zwischen den Schlägen um Autos, um Wein, um Reisen und um Kultur. Der Typ, der mit einer braunen Hose und einem schlammfarbigen Shirt aufkreuzt, erzählt uns hingegen vier Stunden lang von seinem Büroalltag und seinem Gemüsegarten.

Golf und Fasnacht haben gemeinsam, dass sie Gegenentwürfe zum Alltag sind.Zweitens: Buntfarbige sind fast immer die besseren Spieler als die Golfer in Grau. Es ist allerdings nicht eindeutig, was hier Huhn und was Ei ist. Kleidet man sich farbig, wenn man besser spielt? Oder spielt man besser, wenn man sich farbig kleidet?

These zwei ist plausibler. Wer in einem knallbunten Outfit antanzt, der muss ein lockerer und entspannter Typ sei. Locker und entspannt zu sein, ist die Grundregel für erfolgreiches Golf.

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