Gelegentlich von Melancholien angeweht, habe auch ich gern was zum Lachen. Es gibt Geistesverfassungen, da reisst uns nur ein karibischer Mambo-Rumba-Samba-Knaller zurück ins pralle Leben oder eine Hand voll von Fats Wallers musikalischen Gemütsaufhellern. Solang die Therapie nicht ins Gegenteil kippt. Sieht’s in einem drin aus wie bei Rilke im Herbst («Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben»), kann die Vitalitätsentfaltung glücklicherer Naturen den niederschmetterndsten Effekt haben.
Marc Copland, Jahrgang 48 und doch eine der grossen Piano-Entdeckungen der letzten Jahre, mag ein Melancholiker sein oder nicht. Seine Musik ist jedenfalls so beschaffen, dass sie den Soundtrack z ...