Sich an Sexfotos mit Kindern aufzugeilen, ist für die meisten von uns unverständlich und ekelerregend. Aber nicht das an sich ist es, was solches Verhalten strafbar macht, sondern die Tatsache, dass ohne den Verkauf der Bilder die Eingriffe in die sexuelle Integrität der Opfer nicht finanziert und deshalb auch nicht gemacht würden.
Doch das Thema ist hoch emotional, weil es offensichtlich eines der tiefstverankerten Tabus unserer Gesellschaft anspricht. Das zeigt etwa die einigermassen irreal anmutende Diskussion über eine Verlängerung der Verjährungsfristen weit jenseits eines Zeitraumes, der eine zuverlässige Abklärung des Sachverhalts erlaubt. Man erhält da zuweilen den Eindruck ...