Er ist der achte Bundesrat – das zumindest meint die Gewerkschaftszeitung Work in einer Lobeshymne auf Philipp Hildebrand, Chef der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Dabei ist das ungewöhnliche Lob der Genossen für einen Kapitalisten noch eine Untertreibung. Hildebrand ist bedeutend einflussreicher und mächtiger als jedes Regierungsmitglied. Er ist keiner Partei verpflichtet, und er braucht den Souverän nicht zu fürchten. Er ist unabhängig, steht über dem Volk. Niemand kann ihm Weisungen erteilen – so steht es im Notenbankgesetz.
Trotzdem will Hildebrand, 47 Jahre jung, immer mehr. Er baut seine Machtfülle aus: Hildebrand will mehr Gesetze für den Finanzplatz, Hildebrand mac ...