Solange sie nicht auf meinen Kindern sind, habe ich im Grunde nichts gegen Tattoos. Soll sich doch jeder in die Haut piksen lassen, was er will. Im Norden Englands, einer Hochburg tintengeprägter Leichtsinnigkeit, traf ich einen, der hatte sich auf die Innenseiten der Ellbogen Scharniere stechen lassen. Das sah lustig aus, so für zwei Minuten. Um ein Haar hätte ich sogar mal selbst ein Tattoo gehabt. Ich ging zu einem Tätowierer, sah mir über Stunden seine tausend Kataloge voller bunter Bildchen durch, wählte mit grosser Ernsthaftigkeit ein Motiv aus, liess mir einen Termin zum Stechen geben, ging aus dem Laden – und kehrte nie zurück. So muss man’s machen.
Ich dachte, so oder so ...