D ie schockierenden Bilder aus dem Irak und der 100. Todestag des Rotkreuz-Gründers geben Anlass zum Nachdenken. So schreibt der Historiker Urs Hafner, dass das 20. Jahrhundert mit all seinen Katastrophen immerhin einen völkerrechtlichen Fortschritt gebracht habe: «Die Weltgemeinschaft ist übereingekommen, den Krieg zumindest vertraglich zu zivilisieren, die Verletzten zu pflegen, Zivilpersonen zu schonen und Gefangene menschenwürdig zu behandeln.»
Die Veröffentlichungen des modernen Krieges zeigen nicht weniger verletzte und sterbende Soldaten auf Schlachtfeldern, sie zeigen Massenbombardierungen von Grossstädten und riesige Kriegsgefangenenlager. Die Zivilisierung ist denn auch ge ...