Liebe Frau F.,
«Es tut mir leid, dass Sie am Freitagabend so lange warten und sich ärgern mussten», schreiÂben Sie im langen Mail, das Sie mir am Wochenende schickten. «Ich möchte mich im Namen meiner über alles geliebten und wunderbarsten Mama entschuldigen, denn das war nicht in ihrem Sinn, nein: Es war gegen Âihre eigentliche Natur.» Was Sie schreiben, wühlte mich auf und treibt mich noch immer um: Ihre Mutter war der Mensch, der am Âvorletzten Freitag mit einem «PersonenÂunfall» auf der Strecke Effretikon–Winterthur den ÂFeierabendverkehr lahmlegte. Ich schrieb Âletzte Woche an dieser Stelle, was mir durch den Kopf ging, als ich zusammen mit HunÂderten von Betroffenen ...