Londoner Nebel, regennasses Pflaster, wuchtige Toreinfahrten, fahle Gaslichtkegel, lange Schatten, blitzende Augen und borstige Backenbärte unter schwarzen Hutkrempen. Abstieg in schummrige Kneipen, fades Licht, schwarze Gestalten, Nutten – mit schaurigem Vergnügen und süffiger Eleganz entfaltet der kanadische Autor Steven Price in seinem weit über 900 Seiten dicken Roman «Die Frau in der Themse» ein verwegenes Gespinst zwischen zwei Männern und einer Frau, das in der Schauerliteratur seit eh und je gesponnen wird und auf Leinwänden und Bildschirmen Konjunktur hat. Eine herrlich toxische Mixtur aus Thriller, Mystery, sherlock-holmesscher Dedukt ...