Koffer, Gartenstühle, Manuskripte, Gebisse – es gibt nichts, was der Mensch nicht verlieren und mit etwas Glück eines Tages wiederfinden kann. Das ist eine Binsenwahrheit, die sich auf der jährlichen Auktion eines städtischen Fundbüros mit Leichtigkeit überprüfen lässt. Siegfried Lenz macht daraus einen Roman.
Liebenswürdig ist es, dieses jüngste Buch von Altmeister Lenz. «Das Fundbüro», der Name sagt’s, spielt dort, wo Bahnreisende vorstellig werden, wenn sie wiederbekommen möchten, was sie in Hektik und Eile liegen gelassen haben. Der Roman erzählt von den Beschäftigten hinter dem Schalter, die jahrein, jahraus mit der Verzweiflung der Verlierer und dem Glück der Finde ...