Ein dunkler Korridor, ein Schlafzimmer mit opulentem Bett, ausladend wie eine geöffnete Jakobsmuschel, ein vollgestelltes Wohnzimmer mit Kochnische. Das ist das bescheidene Refugium, in dem Ruth Dürrenmatt zwei Monate lang eingesperrt hauste. In der Ecke der Stube steht ein Stuhl, eingefasst in eine bizarre Holzwurzel und bedeckt mit einem Kissen mit Krähenmotiv – eine Art Thron, von dem aus sie das Spektakel beobachtet, das sich seit jener ominösen Pressekonferenz am 13. März abspielt, als Bundespräsidentin Sommaruga verkündete: «Die Lage ist ernst.»
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