Der Vierzeiler, den der grosse Lessing im fernen 18. Jahrhundert einem Zeit - und Berufsgenossen widmete, gilt längst für ihn selbst: «Wer wird nicht einen Klopstock loben? / Doch wird ihn jeder lesen? – Nein. / Wir wollen weniger erhoben, / Und fleissiger gelesen sein.» Bis auf unsere späten Tage, und nicht nur in der Literatur, garantiert der Ruhm keineswegs die Wahrnehmung des Berühmten. Eher im Gegenteil. Earl Rudolph Bud Powell, geboren 1924 in New York und gestorben 1966 daselbst, war zweifellos der einflussreichste Jazzpianist zwischen 1945 und 1960: der Erfinder des Bebop-Pianos.
Powells Büste steht in der virtuellen «Hall of Fame» in einer Reihe mit denen von Parker, Gil ...