Vor fünfzig Jahren konnte man in Birmingham im Südstaat Alabama nebeneinander zwei separate Trinkbrunnen sehen, der eine mit dem Schild «Nur für Weisse», der andere «Für Farbige». Vor fünf Jahren sass kein einziger Schwarzer im amerikanischen Senat, dem Rat, der sich gerne «die grösste beratende Körperschaft der Welt» nennt. Und jetzt, am letzten Dienstag, wählten die Amerikaner mit einer klaren Mehrheit einen Afroamerikaner zu ihrem Präsidenten. Für einmal ist das Adjektiv «historisch» angebracht.
Zuerst die brutale Sklaverei und später die schmähliche Behandlung der dunkelhäutigen Amerikaner als minderwertige Menschen vergifteten während über zwei Jahrhunderten das ...