Antony Beevor, in Ihrem Buch «D-Day» haben Sie ein Schlachtengemälde geschaffen, ein Werk mit vielen Anekdoten aus dem Leben der Soldaten und beklemmenden Details über den Schlachtenalltag. Was hat Sie bei der Recherche am meisten überrascht?
Das schreckliche Paradox, dass die Armeen demokratischer Länder eher als andere dazu neigen, Zivilisten zu töten. Die Generäle standen unter einem derartigen Druck seitens der Politiker, der Presse und der öffentlichen Meinung, die eigenen Opferzahlen möglichst gering zu halten. Die Folge war, dass sie ihre Kriegsführung stark auf Artillerie und Luftwaffe abstützten. Sie hatte zum Ziel, den Feind flachzubomben, bevor die eigenen Truppen auf ...