Das Institut für Nationale Erinnerung wurde 2006 gegründet mit dem Ziel der «Wiederherstellung und Bewahrung des nationalen Gedächtnisses des ukrainischen Volkes». Ende Juni wurde der Historiker Oleksandr Alfiorov zum neuen Leiter des -Instituts ernannt, das dem Ministerkabinett der -Ukraine untersteht. Damit soll Alfiorov in Zukunft das Geschichtsbewusstsein in seinem Land prägen. In der Ukraine gehört er zur Prominenz. Neben seiner Forschungstätigkeit wurde er auch als Radio- und TV-Moderator bekannt. Zudem betreibt er einen erfolgreichen Youtube-Kanal. Bei seinen TV-Auftritten fällt er mit eigenwilligen Interpretationen der Geschichte auf. So wehrte er sich im Februar 2024 gegen die immer wieder angestellten Vergleiche zwischen Putin und Hitler. Und zwar zugunsten von Hitler.Â
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Der nationalsozialistische Diktator und Auslöser des Zweiten Weltkriegs war immerhin «deutsch erzogen, Künstler und mit der Philosophie und Kultur Deutschlands aufgewachsen», so die durchaus positive -Bilanz von Alfiorov. Auch die Bevölkerung von Russland und die des einstigen Nazideutschland dürfe man nicht über einen Kamm scheren, so der Historiker. Denn die Nazis seien «im Geist des Gesetzes, des Gehorsams und mit einer starken christlichen Ethik erzogen» worden. Den Russen fehle dieses christliche Element hingegen gänzlich. Alfiorov diente im Krieg gegen -Russland in den Reihen der Asow-Brigade. Dieser wurden mehrfach Menschenrechtsverletzungen und eine Nähe zum Rechtsextremismus vorgeworfen. Später kuratierte er eine Museumsausstellung über die -Brigade mit dem Titel «In Stahlstürmen». In dieser wurde die Waffen-SS-Division -Galizien gewürdigt.Â

