Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerbrochener Geist, ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verachten (Psalm 51, 19). – Den Psalm 51 betete der König David, nachdem er Batseba geschwängert und ihren Ehemann in den Tod geschickt hatte. Die Zerbrochenheit ist schlechtes Gewissen und Reue. Wahre Reue belastet den einzelnen Menschen und lässt sich weder auf ein Kollektiv abschieben noch kultisch ausräumen. Deshalb heisst es im vorausgehenden Satz: An Schlachtopfern hast du kein Gefallen. Das beste Ventil, um nagende Reue zu lindern, ist das Zwiegespräch mit Gott.
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