Als es noch jene musikalischen Apotheken gab, in denen dem Süchtigen, dessen grösstes Problem es war, dass er nicht wusste, wonach er süchtig war, genau der richtige Stoff für jede ungesättigte (musikalische) Sucht verschrieben wurde, wenn die nur im weitesten Sinne unter die Affiche von «Jazz & Blues» fiel – in jener nahen Vergangenheit also, als Ninas legendärer Zürcher Platten- und CD-Laden noch nicht der raffgierigen städtischen Liegenschaftsverwaltung zum Opfer fiel, gab es zwar auch schon diese diesige Zwischenzone, genannt «World Music», bei der die Grenzen zwischen den Kulturen und Kontinenten verschwammen. Aber es gab eben gerade in diesem Graubereich, wo die grös ...