Der Glaube aber ist die Grundlegung dessen, was man erhofft (Hebräer 11, 1). Wer Klarheit über die christliche Hoffnung gewinnen will, muss zuerst über die allgemeine Hoffnung nachdenken. Hoffnung ist derart alltäglich, dass man sie leicht übersieht wie den Atem oder den Herzschlag. Erst bei Störungen werden uns diese Phänomene bewusst. Wir nennen es nicht Hoffnung, wenn wir damit rechnen, dass wir morgen unsere Vorhaben verwirklichen können. Oder dass Freundlichkeiten erwidert werden. Dennoch sind unsere Redewendungen von Hoffnung durchzogen. Jeder Gruss mit dem Wunsch für einen guten Tag, jedes «auf Wiedersehen» sind Worte der Hoffnung. Vielleicht gedankenlose, aber nicht grund ...