Auf der Agenda stand nichts Geringeres als die Zukunft der EU. Als sich Mitte Dezember 2001 die Staats- und Regierungschefs in Brüssel zum EU-Gipfel trafen, sollte ein Verfassungsvertrag für Europa entstehen. Im Schatten der grossen Pläne ging es um profanere Dinge. Italien, Finnland und Frankreich stritten um den Standort einer neuen EU-Agentur für Lebensmittelsicherheit. Der italienische Premierminister Berlusconi warf das gastronomische Gewicht seiner Heimat in die Waagschale: «Parma ist ein Synonym für gute Küche. Die Finnen wissen nicht einmal, was prosciutto ist.» Darauf der deutsche Kanzler Gerhard Schröder: «Ich liebe Parma, aber du wirst sie [die Agentur, Anm. d. Red.] nie ...