Weltwoche: Herr Schitreet, Sie werfen den Schweizer Banken vor, nicht alle Namen von Kontoinhabern mit nachrichtenlosen Vermögen publiziert zu haben. Ihre Kritik erstaunt, denn immerhin hat der Jüdische Weltkongress dem Vorgehen der Banken zugestimmt.
Meir Schitreet: Ich verstehe nicht, weshalb der Jüdische Weltkongress diesen Vorschlag gebilligt hat. Wenn nicht alle Namen veröffentlicht werden, tut man denjenigen unrecht, die im Prinzip Ansprüche haben, aber nicht wissen, dass einer ihrer Vorfahren ein Konto in der Schweiz hatte.
Ihre Vorwürfe kommen aber reichlich spät.
In den vergangenen Tagen haben sich zahlreiche Leute bei mir darüber beklagt, dass viele Namen nicht publiziert ...