«Mein Freund der Baum ist tot. Er fiel im frühen Morgenrot.» Nein, die traurigen Zeilen, welche die längst vergessene Sängerin Alexandra vor rund vier Dekaden zu einer herzschweren Melodie intonierte, sind ganz bestimmt nicht das Erste, was einem beim Anblick von Hodlers «Holzfäller» durch den Kopf geht. Mit dem Baum, den der Waldarbeiter so tatkräftig fällt, hat man kein Mitleid. Er ist etwa genauso dick wie sein Bein, richtig mickrig also, und nicht einmal ganz zu sehen. Leicht aus dem Lot in die Diagonale gekippt, ist das Gewächs einzig und allein dazu da, die Wirkung der gezeigten Handlung zu dynamisieren. Als formaler Widerpart zum weit ausholenden Protagonisten des Bildes, ...