Als Trilok Gurtu, 61, Tablaspieler aus Bombay, in den späten siebziger Jahren in den Westen kam, wurde er bald eine gefragte Figur in jenen Jazzkreisen, die damals scharf auf Exotika waren. Der erste westliche Musiker, mit dem er auftrat, war Charlie Mariano. Dass er bald viel mit Don Cherry spielte, später mit John McLaughlin, war nur folgerichtig, wie die Zusammenarbeit mit Oregon, Jan Garbarek, Joe Zawinul oder Pat Metheny. Das waren allesamt weltmusikalisch affizierte Partner, aber auch Jazzmusiker.
«Mittlerweile hat sich Jazz zu einer intellektuellen Musik für ein kleines Publikum gewandelt», meint Gurtu heute. «Ich aber bin kein Jazzmusiker, sondern ein indischer Musiker, der mo ...