Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Wahlen zu gewinnen. Eine gute Politik ist nur eine ziemlich anstrengende Variante von vielen. Man kann den Urnengang auch als Gegengeschäft verstehen. Vom amerikanischen Präsidenten George Washington ist überliefert, dass er seine potenziellen Wähler jeweils grosszügig bewirtete – sie verdankten es ihm mit dem Stimmzettel. In Uganda fahren Parteienvertreter am Wahltag von Haus zu Haus und verschenken Zucker. Der simbabwische Präsident Robert Mugabe belohnte seine Anhänger mit Land, das er zuvor weissen Farmern weggenommen hatte.
Stimmenkauf ist freilich kein auf Drittweltländer begrenztes Phänomen. Nur läuft in westlichen Demokratien die Sache ...