Das kam aus tiefstem Herzen, direkt aus dem limbischen System: Kaum hatten die Schweizer Nationalspieler Xhaka und Shaqiri ihre glorreichen Tore gegen den Erbfeind Serbien geschossen, verhakten sie ihre Hände zum mythischen Doppeladler, völkisches Emblem aller Albaner, Wappenzeichen der unverbrüchlichen Stammeszugehörigkeit, in diesem historischen Moment aber vor allem das Triumphsignal einer Demütigung der verhassten Serben, an denen sich die Albaner im Schweiz-Dress fussballerisch für das erlittene Unrecht aus zahllosen Balkankriegen rächten. Sport und Politik wirbelten unentwirrbar durcheinander.
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