Der Zeitgeist empört sich über allerlei Ereignisse und Zustände. Beispiele sind die Black-Lives-Matter-Bewegung, die Regenbogenfarben im Fussballstadion oder die Aufmärsche gegen Diskriminierungen. Will man diese Ansprüche auf einen gemeinsamen Nenner bringen, so muss dieser Humanismus heissen. Das Wort bezeichnet – nebst der Wiederentdeckung der antiken Kultur im Mittelalter – ein Denken und Handeln, das die Menschenwürde achtet. Die Empörungen richten sich gegen Verletzungen der Menschenwürde. Und weil die Menschenwürde ein christliches Postulat ist, wollen die Kirchen hier mithalten.
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