Die Finanzpresse arbeitet sich seit Jahren an Viktor Orbán ab. Er sei investorenfeindlich, sein Kurs führe geradewegs ins ökonomische Verderben. So klagte der britische Economist Mitte 2012, Orbán ergehe sich in «grossartigen Plänen», und wenn diese nicht funktionierten, würden neue Steuern erfunden. Zur gleichen Zeit diagnostizierte die Financial Times eine ungarische «Horrorshow». All den Unkenrufen zum Trotz: Momentan triumphiert Orbán. Im vergangenen Jahr wuchs das Bruttoinlandprodukt (BIP) um 3,6 Prozent. Die Arbeitslosigkeit sank von 11,3 Prozent im Jahr 2010 auf zuletzt 7,8 Prozent. In einem Interview mit der ungarischen Tageszeitung Napi Gazdasag verkaufte Orbán d ...