Eine Schauspielerin, die im Gespräch mit einem Journalisten nicht spielt, ist vielleicht die irritierendste Rolle, die sie spielen kann. Laura de Weck aber spielt wirklich nicht. Oder dann perfekt. Jedenfalls ist man während der Begegnung überzeugt, sie sei einfach nur Laura de Weck, niemand anders. Neben der Schauspielerei verfasst sie Theaterstücke, was zusätzliche Verwirrung schafft: Sie spielt dem Journalisten nicht nur nichts vor, sie hört auch lieber zu, als Dramatisches über sich zu verraten.
Eine Schauspielerin, die so gar nicht aus sich herausgeht, wirkt schnell gleichgültig, kühl, arrogant. Nicht so Laura de Weck. Sie strahlt etwas viel Selteneres aus: eine Noblesse, die ...