In meinem Bekanntenkreis geschehen jetzt merkwürdige Dinge. Bea hat zwei Schutzmasken genäht, aus kochfester Baumwolle, dreilagig, in der Farbe abricot, damit die Maske zu ihrem Schal passt. Bea hat sich vor der Epidemie standhaft geweigert, für Lukas, ihren Mann, auch nur einen Mantelknopf anzunähen, damit er nicht denkt, sie sei eine Hausfrau. Aber jetzt hat sie die Nähmaschine ihrer Mutter vom Estrich geholt und für Lukas diese dreilagige Maske genäht, die zu tragen er sich allerdings weigert. Wegen der Farbe, die er unmännlich findet; er sieht nicht ein, weshalb er nur wegen der Seuche wie Conchita Wurst rumlaufen soll. Ich schlug Bea vor, ihm eine ...