John Sayles, 53, gehört zu den eigenwilligsten Independent-Regisseuren der USA; ein Autorenfilmer im wahrsten Sinn des Wortes: Er schreibt die Drehbücher, führt Regie und ist sein eigener Cutter. Er begann als Romancier («The Bride of the Bimbos»), ging beim berühmtesten aller B-Film-Regisseure, Roger Corman, in die Schule und gilt als begnadeter Dialogschreiber. Nach zahlreichen Filmen («City of Hope», 1991; «Lone Star», 1996) ist er zum Doyen des unabhängigen Kinos aufgestiegen, mit ungewöhnlichen, aber immer elegant verfilmten Stoffen, die alle mehrheitlich Gesellschaftsporträts sind, eingebettet in einen sozialpsychologischen Kontext; insofern ist er Robert Altman («The Pla ...