Die Leser waren begeistert. Es herrsche heute «Gigantoabzockerei», wusste Leser Heinrich Müller. Es würden «heute feudale Verhältnisse vorherrschen», sekundierte Leser Thomas Allmendinger.
Die klassenkämpferischen Töne erschallten in Leserbriefen im Tages-Anzeiger. Die Leser jubelten, weil die Redaktion wieder einmal tüchtig links aussen politisierte.
Die grösste Traditionszeitung des Landes fuhr eine Kampagne für eine nationale Erbschaftssteuer fünfzig Prozent ab einer Million Franken. Konkret heisst dies, dass ein normaler Angestellter, der ein Häuschen im Wert von einer Million erbt, sofort 500 000 Franken an den Staat zu zahlen hat. Weil ein normaler Angestellter keine 50 ...