Wann immer Karrieren zu Zeitpunkten enden, zu denen die grossen Triumphe bereits ein wenig Staub angesetzt und die Erinnerungen an bessere Zeiten die Hoffnung auf eine glorreichere Zukunft abgelöst haben, sind Kritiker sofort zur Stelle: Berauscht von der eigenen Genialität, lassen sie noch während des Abspanns ihre Hände über die Keyboards gleiten, als spielten sie Maurice Ravels «Gaspard de la nuit» – auf der Bühne des Palais Garnier in Paris. Berufsechauffierte Tastaturhelden der Social-Media-Kommentarspalten genauso wie die autoerotischen Selbstbeweihräucherungskolumnisten der Feuilletons, in denen literarische Spitzfindigkeit zuweilen ...