Endlich. Er kommt. 45 Minuten hat er den Reporter warten lassen – «er trifft sich länger mit dem Buchhalter», sagt seine Assistentin. Sie serviert Cappuccino. 45 Minuten in einem Schaufenster, das gegen die 17. Strasse im New Yorker Quartier Chelsea offen ist und als Sitzungszimmer dient. Vorbeieilende Passanten stoppen und äugen kurz rein, angezogen vom grellen Neonlicht und bunten, runden Designobjekten. Auf Bauchhöhe steht ein Regal, auf dem hundert jener amorphen Dinger stehen, die Karim Rashid gestaltet hat. Schuhe, Parfümflaschen, ein Schachset, eine Flasche WC-Reiniger, ein Pfeffer- und ein Salzstreuer. «Es tut mir leid, ich bin sonst nie zu spät», sagt Rashid, dessen langg ...