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«Ich bin die Liebesmüllabfuhr»
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«Ich kann nichts dafür, dass ich ihn bekommen habe»

«Ich bin die Liebesmüllabfuhr»

Elfriede Jelinek leidet am Leben und witzelt über ihre Unfähigkeit, diesem ein Ende zu setzen. Sie schreibt sich in Rage und schluckt dazu Valium. Die Literaturnobelpreisträgerin ist zutiefst verzweifelt und gleichzeitig umwerfend komisch.
Frau Jelinek, kaum haben Sie erfahren, dass Sie den Nobelpreis bekommen, haben Sie verkündet, Sie verdienen ihn nicht. Wenn aber andere das Gleiche sagen, verletzt es Sie.Ich war ja ganz sicher, dass der Peter Handke dran ist, der lebende Klassiker. Ja, aber andere dürfen nichts gegen Sie sagen.Nein! Das ist, wie wenn Sie behindert sind und im Rollstuhl sitzen. Da darf auch niemand anderer Krüppel zu Ihnen sagen, aber Sie selbst dürfen es. Ich darf es sagen. Die anderen nicht! Der Vatikan hat sich darüber aufgeregt, dass eine, wie es hiess, nihilistische Neurotikerin den Nobelpreis bekommt.Das fand ich besonders schlimm, denn der Vatikan sollte doch eigentlich auf der Seite der Schwache ...
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