Wer in einem wichtigen Amt sitzt und sich selbst ein Denkmal setzt, hat seinen Abgang verpasst. Alexander Pereira setzte sich die Denkmale schon früh – einst noch mit augenzwinkerndem Charme. Als der Zürcher Operndirektor 1993 in Richard Strauss’ Oper «Ariadne auf Naxos» in der kurzen, aber wichtigen Sprechrolle des Haushofmeisters auftrat, war er beim Publikum der König – der Feldzug auf die Konti der Reichen nahm seinen Lauf. Als er aber Ende 2006 denselben Gag selbstgefällig wiederholte, war’s nur mehr ein melancholisch stimmendes Armutszeugnis des Hauses, dem keine Massstäbe setzenden Produktionen mehr gelingen wollen. Immerhin: Pereira bewältigte seinen Part – reden ka ...