Frau Stämpfli, Sie sind Politologin, Philosophin, Dozentin, Buchautorin und ÂKolumnistin. Wie würden Sie definieren, was Sie in Ihrer Arbeit am meisten umtreibt?
Mutter und Hausfrau zu sein? (Lacht) Ich bin viele. Und da das Wochenende naht, liegt «Hausfrau und Mutter» wirklich nicht so fern. «Europäische Intellektuelle» würde passen. (Lacht laut) Mein Büro nennt sich «Denkstelle».
Sie sagen, zu gefallen, sei nicht Ihr Ding. Tatsächlich vermitteln Sie im Fernsehen oft den Eindruck, Polemiken nicht nur nicht zu scheuen, sondern zu geniessen. Ist das so?
Was darf ich jetzt da antworten? Sage ich ja, gibt es sofort die Schlagzeile: «Stämpfli ist streitsüchtig». Sage ich nein, ...