Graz
Das Interview mit Elke Kahr von der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) beginnt zwanzig Minuten zu spät, weil eine Handwerkerin dringend Hilfe braucht. Die Sache könne nicht warten, entschuldigt sich die 63-jährige Grazer Bürgermeisterin. Sie hört sich stattdessen die Geschichte der verzweifelten Frau an, ein bisschen wie der Pate in diesem Film mit Al Pacino, und versichert ihr, man werde ihr helfen, und zwar mit Geld und mit Beratung, wie sie aus der Schuldenhölle wieder herauskomme, und die etablierten Politiker, die sich gerne in den grossen Lobbyverbänden suhlen, die haben Kahr dann auch schon vorgeworfen, sie würde sich die Stimmen der Bevölkerung kaufe ...