Herr Weil, um gleich mit dem Offensichtlichen einzusteigen: Was war Ihr erster Gedanke, als der Richter in Fort Lauderdale den Freispruch verkündete?
Es gibt doch noch eine Gerechtigkeit! In diesem Stossseufzer hat sich die Spannung eines sechsjährigen Kampfes gelöst. Insbesondere das letzte Jahr war sehr nervenaufreibend.
Was hat Sie am meisten belastet?
Die amerikanische Justiz kämpfte mit harten Bandagen. Nach der Auslieferung bekam ich Dokumente im Umfang von viereinhalb Millionen Seiten. Selbst unter Zuhilfenahme spezialisierter Screening-Firmen kann man das nicht in weniger als zehn Monaten bewältigen. Das bedeutete für mich faktisch zehn Monate Hausarrest. Zusammen mit der Aus ...