Es ist hart, aber unvermeidlich: Man verliert seinen Vorsprung. Die Frage ist nicht ob, sondern wann. Und die eigentliche Geschichte, was man daraus macht. Es gibt schlechte Beispiele. Eines meiner liebsten ist zu sehen in einem Dokumentarfilm über New Yorker Künstler, die mal wichtig waren. Darin tritt auch Lou Reed auf, natürlich, und man wird Zeuge, wie ein frecher Interviewer zum Musiker/Punk-Wegbereiter sagt: «Hey, Lou, wie geht’s, du siehst ein wenig fertig aus.» Worauf der damals vielleicht Sechzigjährige ungefähr erwidert: «Nein, ich sehe ziemlich cool aus, wie immer, ich bin Lou Reed.»
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