Der «Welt-Fussballer des Jahres» kommt zu unserer Verabredung knapp zwanzig Minuten zu spät, was für einen Kicker ja durchaus früh ist. In gutem Englisch entschuldigt sich Kaká ausführlich, dass er mich erst jetzt sehen kann, und liest noch kurz im Stehen in der aktuellen Ausgabe der rosaroten Gazzetta dello Sport.
Der 25-jährige Brasilianer hat einen ganz normalen Tag im Büro hinter sich: Wir sind in Milanello, dem Trainingszentrum der AC Milan draussen in der Lombardei, gleich beim Comersee und an der Schweizer Grenze. Es dürfte das beste Luxuserholungsheim für Männer sein. Es ist ein schöner, klarer Februartag, und die sechs Spielfelder sind so flach, dass man selbst aus der ...