Wir, die Kritiker, gaben Christoph Eschenbach, als er vor rund zwanzig Jahren die Geschicke des Zürcher Tonhalle-Orchesters leitete, wenig Chancen für eine erfolgreiche Zukunft. Wir prophezeiten, wenn überhaupt, eine biedere Existenz in der hintern Linie. Zürich war zwischen 1980 und 1986 die zweite Station Eschenbachs nach der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, einem typischen Provinzensemble. Wir Kritiker glaubten nicht an eine innere und äussere Entwicklung dieses Musikers. Wir irrten uns.
Heute ist der 62-jährige Christoph Eschenbach, der zunächst ein pianistisches Jungtalent war und erst dann ins dirigentische Metier wechselte, ein Spitzenreiter in seiner Gilde. Gleich mit drei ...