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Die Weltwoche

«Ich gehe erst, wenn Gott es mir befiehlt»
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Venezuela

«Ich gehe erst, wenn Gott es mir befiehlt»

Der Generalstreik in Venezuela hält an, der Widerstand wächst. Doch Präsident Hugo Chávez hält sich verbissen an der Macht. Einst trat er an, eine Republik der gleichen Bürger zu errichten, nun droht das Land in ein Chaos zu stürzen.
Die U-Bahn-Linie 1 durchquert Caracas von Ost nach West. Von der Plaza Francia in Altamira bis zum Capitolio im Zentrum sind es genau 24 Minuten. Doch dazwischen liegen Welten. Die Plaza Francia im Osten ist ein angenehmer Ort. Hinter der Plaza den Berg hoch beginnen die Villenviertel. Umzäunte Gärten mit Palmen, grosszügig gebaute Häuser mit bewaffneten Wächtern, in den Garagen parken Jeeps und Sportwagen. Die Station Capitolio im Westen dagegen ist ein hektischer Ort. An der Treppe betteln jugendliche Mütter mit Babys auf dem Arm. In den Strassen riecht es nach Urin und frischen Orangen. Der Westen von Caracas ist ein Labyrinth aus engen Strassen, zugestellt mit den Ständen ambulant ...
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