Herr von Matt, auf welchen Ihrer letzten Einfälle sind Sie so richtig stolz?Unser letzter Grosserfolg war «Geiz ist geil». Eine Kampagne für einen deutschen Elektronikmarkt. Der Spot spielt in einer virtuellen elektronischen Welt, in der plötzlich eine blonde Frau im Leder-Bikini auftaucht und brüllt: «Geiz ist geil.» Als wir ihn in der Agentur besprochen haben, dachten wir: na ja, nicht gerade rasend originell. Aber immerhin enthält er mit «Geiz» und «geil» zwei böse Wörter. Schon nach kurzer Zeit berichteten Stern und Spiegel. Er wurde zum meistzitierten Werbeslogan des letzten Jahrzehnts.
Was ist an «Geiz ist geil» denn so gut?Er passt perfekt in unsere Zeit. Wir leben im ...