Herr Schobinger, diesen Herbst ist von Ihnen das zweibändige Werk «Züritüütsche Grundwortschatz» erschienen. Ein Band ordnet die «nöötigschte Wörter, das men en äifachi Underhaltig cha füere», alphabetisch, der zweite nach Themen. Für wen sind diese Bücher bestimmt? Ausländer, die in die Schweiz kommen? Migranten?
Ja, heute sagt man Migranten. Ich hatte einmal eine Sekretärin, die kam aus Braunschweig. Ich sagte zu ihr: «Was häsch äigetli tänkt, wot i d Schwiiz choo bisch?» Dann sagt sie: «Ja, da hab ich gedacht, da muss ich keine neue Sprache lernen. Alles ist gleich wie bei uns. Dann bin ich nach Zürich gekommen und hab kein Wort verstanden.» Das isch für die tän ...