Dass wir uns ausgerechnet im Gasthaus treffen, wo der Film «Die göttliche Ordnung» über den Kampf ums Frauenstimmrecht gedreht wurde, ist reiner Zufall. Einen passenderen Ort für ein Gespräch mit Helen Meier könnte es aber kaum geben.
Helen Meier gehört zu den herausragenden Schweizer Autorinnen. Jahrzehntelang schrieb sie ausschliesslich für sich, bis Grosskritiker Marcel Reich-Ranicki sie als 55-Jährige persönlich an den Wettstreit um den Ingeborg-Bachmann-Preis einlud – und sie gleich einen Preis gewann. Ein später Durchbruch für eine Frau, die ein Leben lang um Freiheit und Anerkennung kämpfte.
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